Hospiz ist für alle da – Infomeile auf dem Marktplatz Hachenburg

Hospiz ist für alle da – Infomeile auf dem Marktplatz Hachenburg

Pressebericht zum Welthospiztag 2025

Hachenburg. Am 11. Oktober fand unter dem Motto „Hospiz: Heimat für alle“ erstmals eine gemeinsame Infomeile des regionalen Netzwerkes der hospizlichen und palliativen Einrichtungen auf dem Marktplatz Hachenburg statt. Ziel der Veranstaltung war es, auf die Bedeutung der Hospiz- und Palliativarbeit aufmerksam zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern die vielfältigen Unterstützungsangebote in der Region näherzubringen.

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren, ins Gespräch zu kommen und mehr über hospizlich palliative Begleitung zu erfahren.  Musikalisch umrahmt wurde der Tag von zwei Gitarristen, die mit gefühlvollen Stücken für eine besondere Atmosphäre sorgten.

Auch aus der Politik war reges Interesse zu spüren: Ebenso informierten sich Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Landtagspräsident Hendrik Hering, MdB und Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses Dr. Tanja Machalet und die Verbandsgemeindebürgermeisterin Hachenburg Frau Gabriele Greis informierten sich über das vielfältige Angebot der Hospiz- und Palliativarbeit im Westerwald. Sie zeigten sich beeindruckt vom Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteure, die mit großem Einsatz dafür sorgen, dass schwerstkranke Menschen und deren Angehörigen Unterstützung und Begleitung erfahren.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die zentrale Botschaft: Hospiz ist für alle da. Die Hospiz- und Palliativbewegung begleitet Menschen und deren Familie in ihrer letzten Lebensphase – grundsätzlich unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe, Alter, sexueller Orientierung, sozialem Status oder Lebensweise. Vor diesem Hintergrund zeigten die Akteure auf dem Marktplatz: die Hospizarbeit, sowie die Palliativversorgung und Trauerbegleitung sind für alle Menschen da, egal, woher sie kommen und welchen Hintergrund sie mitbringen.

Vielfalt wird hier nicht als Herausforderung, sondern als Bereicherung verstanden. „Vielfalt heißt dabei nicht, alles gleich zu machen“, betonen die Organisatorinnen und Organisatoren. „Es bedeutet Unterschiede zu sehen, diese auszuhalten und den Mut zu haben, sich zu öffnen – für andere Lebensrealitäten, für neue Perspektiven.“

Diese Haltung spiegelt sich auch in der Vielfalt der beteiligten Einrichtungen wider:

Hospizverein Altenkirchen e.V., Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald in Hachenburg / Deutsche Kinderhospiz Dienste, Katharina Kasper Stiftung Dernbach, Westerwälder Clowndoktoren, Ökumenisches Hospiz Kloster Bruche in Betzdorf, Palliativstation am Kreiskrankenhaus Waldbröl, EVIM ambulant Westerwald, Hospizverein Westerwald e.V.

Ob ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize, Palliativstationen oder Trauerbegleitung – alle eint das Ziel, Menschen am Lebensende Würde, Zuwendung und Geborgenheit zu schenken. Die Infomeile bot dazu einen lebendigen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen und zeigte, wie eng Vernetzung und Zusammenarbeit in der Region bereits funktionieren.

Mit großem Engagement und Herzlichkeit machten die teilnehmenden Organisationen deutlich: Hospizarbeit schafft Begegnung, öffnet Räume für Gespräche und macht Mut – mitten in unserer Gesellschaft. Für die Akteure war es die erste gemeinsame Veranstaltung und alle sind sich einig, dass dieses Netzwerk weiter gespannt werden sollte und weitere gemeinsame Veranstaltungen folgen werden.

Erinnerungskissen für die Kindertrauergruppe

Erinnerungskissen für die Kindertrauergruppe

Jedes Jahr bietet der amb. Hospizverein WW eine Trauergruppe für Kinder im Grundschulalter an. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter  A. Kull, S. Merfels und O. Rudi bieten einen geschützten Raum der Geborgenheit und des Trostes um den Kindern über Gespräche und kreatives Gestalten einen besonderen Weg der Verarbeitung zu ermöglichen.

Frau Angelika Hagelauer hat für jedes Kind, aus von den Kindern mitgebrachten Stoffen, ein Kissen gefertigt. Jeder Stoff erzählt eine Geschichte, jedes Kissen birgt eine Erinnerung an die geliebte Person, um die die Kinder trauern. Sie sind Trostspender, die Wärme und Nähe schenken und ein Symbol der Liebe, die über den Tod hinausgeht.

Die von Frau Hagelauer genähten kleinen Meisterwerke sind ein kostbares Geschenk an die trauernden Kinder.

Wir sagen ihr ganz herzlich „DANKESCHÖN“

Neue Gesichter beim ambulanten Hospizverein Westerwald e.V.

Neue Gesichter beim ambulanten Hospizverein Westerwald e.V.

Nach Abschluss der Ausbildung „Zur Sterbebegleitung befähigen“ begrüßt und freut sich der ambulante Hospizverein Westerwald e.V. über neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Beim Hospizverein Westerwald e.V. engagieren sich über 60 ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie schenken einen Teil ihrer freien Zeit in der Lebens- und Sterbebegleitung.

Der nächste Kurs „Zur Sterbebegleitung befähigen“ findet ab Oktober 2025 statt. Interessierte können sich gerne beim Hospizverein Westerwald e.V. unter 02602-916916 oder per Mail hospizverein-ww@t-online.de informieren.

Ein neues Fahrzeug für den Hospizverein

Ein neues Fahrzeug für den Hospizverein

Der Ambulante Hospizverein Westerwald e.V. freut sich über ein neues Fahrzeug, das speziell für die Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen angeschafft wurde. Dank einer großzügigen Spende der Else Schütz Stiftung in Höhe von 28.000 Euro konnte diese wertvolle Investition realisiert werden. Das Auto wurde beim Autohaus Diefenbach in Nentershausen gekauft.

Mit dem neuen Fahrzeug können wir jeden zweiten Dienstag unser besonderes Projekt „Kochen für schwerstkranke Menschen“ noch besser unterstützen. Es ermöglicht uns, die Menschen direkt von zu Hause abzuholen und ihnen einen schönen, unbeschwerten Moment in Gemeinschaft zu schenken. Für viele ist dies ein Lichtblick im Alltag, eine Gelegenheit, Sorgen für einen Moment hinter sich zu lassen und gemeinsam zu genießen. Der höhere Einstieg, der großzügige Platz und die Möglichkeit, Gehhilfen problemlos mitzunehmen, sorgen für eine komfortable und sichere Fahrt.

Darüber hinaus erleichtert das neue Auto den Transport unserer Materialien für das Schulprojekt „Hospiz macht Schule“, bei dem wir Kinder behutsam an die Themen Abschied, Sterben und Tod heranführen. Zudem nutzen wir es für ambulante Begleitungen und Beratungsgespräche direkt bei den Menschen zu Hause – dort, wo sie unsere Unterstützung am meisten brauchen.

Diese Anschaffung bedeutet für uns weit mehr als nur Mobilität – sie ist ein Schritt hin zu noch mehr Nähe, Fürsorge und Begleitung für die Menschen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.

Gesprächsbank im Haus Helena: Ein Ort zum Austausch

Gesprächsbank im Haus Helena: Ein Ort zum Austausch

 

Im Haus Helena steht aktuell die Gesprächsbank, betreut von Ines Bertl im Auftrag des ambulanten Hospizverein Westerwald e.V.. Hier sind alle Bewohner und Angehörigen willkommen, die ein offenes Ohr suchen – für Sorgen, persönliche Themen oder schöne Erlebnisse. Die Bank bietet einen Raum für Austausch und Begegnung.